Anregungen und frische Gedanken für eine besseren Zukunft präsentierten sechs Referenten im Rahmen einer Veranstaltung der ILBS in Trossingen. Bezogen auf Ideen von Willi Haller, der legendäre "Vater der Gleitzeit", habe ich versucht darzustellen, dass "Kunden kaufen nicht was Du anbietest, sondern deine Begründung dafür". Dazu gelte es, die innere Überzeugung über ein Produkt zu vermitteln. Nach dem Prinzip "warum, wie, was?". Wir handeln meistens umgekehrt (was, wie, warum?). Jeder von uns weiß was er macht. 100% von uns wissen was wir machen. Einige davon wissen wie es gemacht wird, wie der Mehrwert erzeugt wird, wie der Prozess laufen soll. Nur wenige von uns aber wissen warum wir das machen. Ich meine nicht nur Gewinn erwirtschaften, das ist nur ein Ergebnis. Mit „Warum“ meine ich: was ist dein Zweck? Woran glaubst Du? Warum stehst Du morgens auf? Wem interessiert es? Also die meisten Menschen denken, handeln, kommunizieren von außen nach innen. Der einfachste Weg. Wir gehen von der einfachsten Sache, das WAS, zur schwierigsten, das abstrakte WARUM. Aber die Inspirierten unter uns machen es umgekehrt, sie denken, handeln und kommunizieren von innen nach außen.
Uli hat auch einen Vortrag gehalten. Er hat eindrucksvoll und mit vielen seiner Reisefotos über die Vorteile von Evolutionsmanagement gesprochen. Hier die Kurzbeschreibung davon in "99 Sekunden" von Dr. Klaus-Stephan Otto, der die Theorie entwickelte.
Er hat auch das Buch "Darwin meets Business" darüber geschrieben. Alles in allem, ein rundherum gelungener Tag.
Noch habe ich kein iPAD aber viele von uns inzwischen schon. Nach dem Motto "schneller ist immer besser" kann man sich damit im Web überall und jederzeit herumtoben. Und wie wäre es mit etwas sinnvolles wie Weiterbildung oder Talentpflege mit Insight?
Die Leute bei Apple möchten es auch nicht wahr haben aber mit 2X Client geht das heute schon, und dazu auch kostenlos. Schnell, schneller, fast zu schnell, -die Software Entwicklung in 2012, meine ich.
Bereits in 1974 sagte Arthur C. Clarke (Science-Fiction Schriftsteller) in einen Fernsehinterview voraus, dass in 2001 fast jeder Haushalt einen Computer besitzen würde die außerdem weltweit mit anderen Computern vernetzt sein wird. Bewundernswert!
Früher gab es überall die Könige. In Frankreich zum Beispiel, Ludwig XIV und Versailles, das Zentrum der Macht. Um erfolgreich zu sein, musste man sich entsprechen anziehen und dorthin gehen. In der Nähe des Königs zu sein, das war damals das Wichtigste. Wenn Du in Trossingen wohnst, bist Du zu weit weg von Silicon Valley um ein App zu schreiben? Wenn Du in Neuseeland wohnst, bist Du zu weit vom Zentrum der Musikwelt um Nr. 1 der Hitparade zu werden? Kannst Du, 3000 Miles von New York, Welterfolg als Schriftsteller erreichen? Das Besondere an der neuen Form der Kommunikation ist, dass es nicht mehr nur in eine Richtung läuft. Wenn Du ein App laden kannst, dann kannst Du auch ein App schreiben. Wenn Du ein Blog lesen kannst, dann kannst Du auch ein Blog veröffentlichen. EBooks kannst Du lesen und selber erstellen. Das Zentrum ist nicht mehr geografisch fixiert. Du bist es selber, -wenn Du willst.
"In allen Bereichen gibt es nur zwei Dinge die man unbedingt wissen muss. Alles andere ist nur die Anwendung diese zwei Dinge oder schlicht unwichtig." Ein paar Beispiele:
Die zwei Dinge bzgl. Marketing: 1. Existierende Kunden gut kennen. 2. Finde weitere Kunden.
Die zwei Dinge bzgl. Innovation: 1. Innovation ist umgekehrt proportional zur Firmengröße. 2. Firmengröße wächst mit der Zeit. Die zwei Dinge bzgl. Project Management: 1. Der Zeitplan wird nicht eingehalten. 2. Es kommt darauf an, wie erfolgreich man mit Verschiebungen umgeht. Die zwei Dinge bzgl. Qualitätsmanagement: 1. Was geprüft werden soll muss sorgfältig geplant und dokumentiert werden. 2. Schriftlich festhalten, dass alles geplant und dokumentiert ist. Die zwei Dinge bzgl. das Binärsystem: Eins: 0 Zwei: 1 Die zwei Dinge bzgl. Computer Programmierung: 1. Wiederverwendbarkeit von Code maximieren. 2. Echte Programmierer benutzen Lisp.
Weitere nette Beispiele finden man hier, The two Things -allerdings auf englisch.
Es tut mir Leid, dass ich so lange weg war. Anscheinend musste ich Januar in aller Ruhe hinter mir bringen. Und darüber nachdenken, ob ich meine persönliche Ziele -und die Liste ist noch ziemlich lang- noch schaffen kann. Viel nachdenken und wenig tun, bin ich vielleicht doch jetzt Rentner geworden? Nein noch nicht. Ich habe auch in den letzten Wochen mehrmals darüber nachgedacht, dass früher oder später jeder von uns etwas von jemand will oder etwas erwartet und bekommt beim Anfragen nicht die passende Antwort. Man hat das Gefühl seine Zeit verschwendet zu haben, alle Erwartungen waren umsonst, die Enttäuschung ist sehr groß. So etwas passiert natürlich nicht nur in einer Richtung. Auch Du wirst jemand enttäuschen, und die Organisationen auf dem wir uns verlassen werden uns enttäuschen. Unsere Erwartungen steigen ständig und neue Versprechungen werden allzu oft leichtfertig abgegeben. Wir leben in der Beste aller Welten, aber unsere steigende Erwartungen bringen zwangsläufig manchmal größere Enttäuschungen mit sich. Auch das gehört zu den Dingen unserer Welt. Aber weil das so ist und wir es auch wissen, dürfen wir uns nicht verstecken und noch weniger als vorher leisten. Ich jedenfalls, schreibe an dieser Stelle ab jetzt wieder öfters.